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Minderwertigkeits-Gefühl

  • Autorenbild: Mo
    Mo
  • 14. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Apr.

Heute durfte ich ein Impuls-Referat zum Thema Minderwertigkeitsgefühl abhalten. Was ist das? Wie entsteht das? Wie zeigt es sich im Alltag? Einmal mehr habe ich verstanden, dass ich nicht niemals in der Lage sein werde, alle Aspekte davon in ein 15-minütiges Referat zu packen. Ich habe aber auch verstanden, dass alle Zuhörer:innen selbst ein Bild davon haben und eigene Erfahrungen mitbringen.


Mein Grosi sagte uns immer: "Es ist kein Mensch mehr wert als du. Und keiner ist weniger wert als du." Jeder Mensch ist mit seiner Art und seinem Können wertvoll für unsere Gemeinschaft.


Dieser Satz hat uns Enkelkinder geprägt. Wir haben verstanden, was es heisst, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, von anderen zu lernen und eigene Fähigkeiten weiterzugeben.


Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie, sagte: "Das Minderwertigkeitsgefühl ist zunächst normal." Kinder erleben sich im Vergleich zu Erwachsenen und älteren Kinder als "zu klein", "noch nicht genug", als "schwächer" und "weniger wissend".

Daraus entsteht im Gesunden der Antrieb, sich zu entwickeln, nachzuahman, Fähigkeiten zu erlenen und Zugehörigkeit zu suchen.


Komplexer wird es, wenn Menschen in diesem Gefühl stecken bleiben. Wenn sie versuchen, es zugunsten ihrer Grundbedürfnisse auszugleichen oder zu kompensieren.

  • Bindung und Zugehörigkeit

  • Autonomie und Kontrolle

  • Erhöhung des eigenen Selbstwertes

  • Vermeidung von Schmerz und schlechten Gefühlen


Dann kann es zu Überanpassung kommen. Sie wollen es immer allen recht machen, sich übermässig anstrengen, um zu genügen, andere abwerten, auf Angriff oder Abwehr gehen. Oder sie prahlen mit Statussymbolen, entwickeln Kontrollzwänge oder ziehen sich total zurück und vermeiden Herausforderungen.


Bei gesunder Entwicklung gestehen Menschen sich Schwächen ein, arbeiten daran, trainieren weiter, bleiben offen für Feedback. Sie kooperieren mit anderen, bringen sich in die Gemeinschaft ein und begegnen ihren Schwächen - und Stärken - mit Humor.


Wer dauernd in der Überanpassung ist und mehr gibt, als ihm gut tut, der ist anfälliger für Erkrankungen und Erschöpfungszustände. Rebellen, die sich von allen abwenden und nur noch in der Autonomie leben wollen, haben ein höhreres Risiko, in Süchte abzurutschen, um Schmerz zu vermeiden und den Selbstwert zu steigern.


Zusammenfassend:

Wer sich minderwertig fühlt, darf auch mal prüfen, ob er überhaupt am richtigen Ort ist. Denn ein Pinguin gehört ins Wasser und nicht an Land.

Fühlen wir uns zugehörig und selbstwirksam, werden wir immer wieder in der Lage sein, unseren Selbstwert zu steigern, Stärken zu sehen und mit unseren Schwächen leben zu lernen.


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